PM: ADAC MX Masters

ADAC MX Masters 2017: Zahlreiche Sonderpreise für MX-Nachwuchs.

München. Das ADAC MX Masters begeistert nicht nur durch ein hochkarätiges Fahrerfeld und spannende Rennen, sondern ist für die Fahrer auch aufgrund einer gut dotierten Prämie sowie vielen attraktiven Sachpreisen reizvoll. Angeführt von ADAC MX Masters-Champion Dennis Ullrich (24, KTM Sarholz Racing Team), ADAC MX Youngster Cup-Sieger Tom Koch (19, KTM Sarholz Racing Team) sowie ADAC MX Junior Cup-Gewinner Magnus Smith (13, Mefo Sport Racing Team) wurden über die drei Klassen insgesamt 55 Fahrer mit einem Anteil an der gesamten Preisgeldsumme von rund einer Viertelmillion Euro berücksichtigt.

Zudem freuten sich Ullrich und Koch über jeweils einen Red Bull-Kühlschrank inklusive einjähriger Energydrink-Befüllung und zwei VIP-Tickets mit Übernachtung für ein exklusives Red Bull-Event. Sie gehörten zu denjenigen, die sich in dieser Saison am häufigsten als beste Starter den Red Bull Holeshot sicherten. ‚Ulle‘ wurde mit dieser Sonderprämie bereits 2013, 2014 und 2016 geehrt, der 24-Jährige ist mit seinen vier Titeln nicht nur der bis dato erfolgreichste ADAC MX Masters-Pilot, sondern auch der berüchtigtste „Superstarter“ der Rennserie. 2017 kam der Kämpfelbacher insgesamt neun Mal am schnellsten in die erste Kurve. Im ADAC MX Youngster Cup war die Entscheidung über den Gesamtsieg der Red Bull Holeshot-Wertung hingegen bis zum Finale in Holzgerlingen noch offen, hatte in diesem Jahr bei jedem Rennen immer wieder ein anderer als Holeshot-Sieger einen Punkt kassiert. Bei der siebten und letzten Rennveranstaltung konnten dann jedoch sowohl Koch, als auch Michael Sandner (18, Thermotec Racing KTM by Mefo) ein zweites Mal den Start für sich entscheiden, sodass Red Bull beide Youngster mit der Prämie berücksichtigte. Bester Starter bei den Junioren war Nick Domann (14, Falcon Motorsports, KTM).

Weitere attraktive Sonderpreise wurden von Leatt und Nolan vergeben, die damit vor allem den MX-Nachwuchs unterstützten. Der Tscheche Petr Polak (16, KTM) setzte sich in der Leatt Zweitakt-Wertung an die Spitze und erhielt für seine Leistung ein einjähriges Leatt Materialsponsoring, das sämtliche Ausrüstungs- und Schutzelemente beinhaltet. Zusätzlich gab es bei den Youngstern und Junioren jeweils ein zweifaches Nolan X-lite Helm-Sponsoring inklusive dazugehöriger Helmtaschen, professioneller Helmanpassung und Helmservice für 2018 zu gewinnen. Diesen Sonderpreis bekamen Tom Koch und Magnus Smith überreicht, die sich konstant über die gesamte Saison die besten Zeiten im Qualifying sicherten.

Ein besonderes Highlight bei der ADAC MX Masters-Jahressiegerehrung war abermals die Verleihung des Michael Spacek-Sonderpreises. Stanislav Spacek, Inhaber des Bremsprodukt-Unternehmens und ADAC MX Masters-Partners Goldfren, möchte damit an seinen verstorbenen Sohn erinnern und Menschen im MX-Sport für ihre besondere Leistung auszeichnen. 2017 hatten den Tschechen drei Fahrer besonders beeindruckt. Der ADAC MX Youngster Cup-Pilot Lukas Platt (19, DW Racing Team, KTM) wurde von Spacek für seinen Willen, seine Stärke und seinen Kampfgeist gelobt, nachdem der Privatfahrer bei dem Rennwochenende in Tensfeld mit seinem Tagessieg auf der anspruchsvollen Sandstrecke für Furore und die Saison als Gesamt-Neunter beendet hatte. Platt erhielt ein komplettes Materialsponsoring für 2018. Ebenso aufgefallen war dem Bremskomponenten-Hersteller der ADAC MX Youngster Cup-Champion Tom Koch, der sich nicht nur durch Höchstleistung an die Spitze gekämpft, sondern 2017 rund 20.000 Kilometer zurückgelegt hatte, um an einigen EMX-Veranstaltungen teilnehmen zu können. Dieser Einsatz sowie sein fahrerisches Können hatte Spacek schließlich dazu veranlasst, dem Thüringer eine Prämie von 1.000 Euro zuzusprechen. Als dritten Michael-Spacek-Preisträger nominierte der Goldfren-Besitzer den ADAC MX Masters-Mehrfach-Sieger Dennis Ullrich. Der gebürtige Bayer, der in den vergangenen Jahren einige persönliche Rückschläge hatte einstecken müssen, bekam einen Bonus von 2.000 Euro für seine jahrelange faire und taktisch ausgewogene Fahrweise. Diese Auszeichnung widmete Spacek zudem Ulles 2015 verstorbenen Trainer Thomas Kneip.

Die mit 1.000 Euro dotierte Teamwertung, die sich aus den besten Ergebnissen aller Teamfahrer über alle drei Klassen zusammensetzt, gewann abermals das KTM Sarholz Racing Team um Teamchef Burkhard Sarholz. Der Pokal für die erfolgreichste Marke beim ADAC MX Masters 2017 ging an KTM.

Text: Nina Schröder / PR ADAC MX Masters

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PM: ADAC SX Cup Stuttgart

Top-Freestyler beim ADAC Supercross Stuttgart am Start.

Fünf Piloten aus vier Nationen heizen dem Publikum in diesem Jahr ein Das ADAC Supercross Stuttgart präsentiert bei seiner 35. Auflage am 10. und 11. November ein international renommiertes und ausgeglichenes Freestyle-Fahrerfeld. Die fünf Piloten aus vier Nationen stehen für spektakuläre Sprünge und garantieren eine Flugshow mit viel Nervenkitzel.

Freestyle-Organisator Dennis Garhammer (Reutlingen) hat es geschafft, vier bekannte Gesichter für einen erneuten Auftritt in Stuttgart zu begeistern. Neuling ist Nicolas Texier, der in den vergangenen Jahren mehrfach absagen musste. Der Franzose beherrscht laut Garhammer die höchsten Schwierigkeitsgrade, ist aber außerhalb seines Heimatlandes bis dato nicht groß in Erscheinung getreten. Er könnte die Bühne in Stuttgart nutzen, um auch international durchzustarten. So wie es der zehn Jahre jüngere Däne Alex Porsing (23) geschafft hat, der 2015 erstmals beim ADAC Supercross Stuttgart dabei war. Er hat sich ruckzuck den Titel des Publikumslieblings erarbeitet und reist im Oktober extra nach Australien, um sich intensiv auf den Auftritt in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle vorzubereiten. „Er ist heiß und motiviert bis in die Haarspitzen“, weiß Garhammer. Porsing sei keiner, der die waghalsigsten Backflip-Kombinationen springt, aber seine Performance komme beim Publikum extrem gut an. Garhammer: „Er kann sich auf dem Motorrad verbiegen wie kein Zweiter und extreme Extensions zeigen.“ Der heftigste Luftakrobat des Quintetts dürfte Davide Rossi (Italien) sein. Der 25-
Jährige beherrscht den waghalsigen Tsunami Backflip, bei dem er einen Handstand auf dem Lenker demonstriert, während er mit dem Motorrad einen Rückwärtssalto macht.

Der zweite Franzose im Bunde ist Romain Izzo (35), ebenfalls ein alter Bekannter in Stuttgart. Vor zwei Jahren zeigte er einen Trick, der die Zuschauer von den Sitzen riss: Bei seinem Mini-Backflip fährt er im Schritttempo auf eine gerade mal einen halben Meter hohe Absprungkante und zeigt einen Rückwärtssalto, bei dem sein Kopf nur wenige Zentimeter über dem Boden ist. „Romain ist mit der erfahrenste Freestyler in Europa und immer eine Attraktion“, lobt Garhammer. Wie im Vorjahr ist Christian Kleiner wieder mit von der Partie. Der 24-Jährige aus Flinsberg (Thüringen) gilt als größte deutsche Nachwuchs-Hoffnung hinter Luc Ackermann, der bereits international bekannt ist. Garhammer: „Christian hat in den vergangenen Jahren große Schritte nach vorne gemacht, springt mittlerweile richtig harte Backflip-Combos. Wir haben wirklich ein sehr ausgeglichenes Fahrerfeld, das den Zuschauern garantiert Spaß macht.“

Die Freestyle-Show ist Teil des ADAC Supercross Stuttgart, bei dem alljährlich einige der besten Motocrosser der Welt aufeinandertreffen, um sich unter dem Hallendach zu messen. An beiden Abenden geben die Luftakrobaten je eine Vorstellung. Karten gibt es über den Webshop (www.supercrossstuttgart.de/tickets), in den ADAC Geschäftsstellen sowie unter der Hotline (0711-2800-136). Eintrittspreise: Jugendtickets (bis einschließlich Jahrgang 2003) 19 bis 25 Euro; Karten für Erwachsene 35 bis 49 Euro.

Text: ADAC Württemberg

FIM MXoN Matterley Basin

Zum Highlight der diesjährigen MX Saison, dem Motocross of Nations ging es dieses Mal auf die Insel. Denn in der Grafschaft Hampshire ging es unweit von Winchester in Matterley Basin zum 71. Mal um die begehrte Chamberlain Trophy. In den Tagen vor dem Rennen zeigte sich das englische Wetter von seiner typischen Seite und heftige Regenfälle setzten das Gelände unter Wasser. Nach einem leicht katastrophalen Start bei der Anfahrt zeigten die Bemühungen der Veranstalter Wirkung und das Motocross-Fest konnte beginnen. Insgesamt kamen 72.000 Zuschauer und verfolgten die spannenden Rennen der 39 startenden Nationen.

Nachdem der Samstag mit „liquid sunshine“ begann, blieb es den Rest des Tages trocken und die Qualifikationsläufe konnten unter regulären Bedingungen ausgetragen werden. Den Qualifikationslauf der MXGP konnte Tim Gajser (SLO) vor Gautier Paulin (FRA) und Toni Cairoli (ITA) gewinnen. In der MX2 fuhr der Amerikaner Zach Osborne (USA) mit einem Sieg für sein Team die minimale Punktzahl ein. Auf den weiteren Plätzen folgten Hunter Lawrence (AUS) und Brian Bogers (NED). Die Klasse Open entschied Jeffrey Herlings (NED) vor Romain Febvre (FRA) und Jeremy Seewer (SUI) für sich. In der Addition bedeutete es, dass Frankreich vor den Niederlanden und Australien die Pole Position einfahren konnte und jeweils die Startplätze 1 und 21 in den Wertungsläufen einnimmt.

Am Sonntag zeigte sich das Wetter wieder von seiner englischen Seite, wechselhaft und feucht, wobei es jedoch nie wirklich regnete, sondern eher nieselte und ab und zu auch die halbe Strecke im Nebel verschwand. Im ersten Lauf, dem Aufeinandertreffen der MXGP und MX2 war es Max Anstie (GBR), der unter dem Jubel der einheimischen Fans einen Start-Ziel-Sieg einfahren konnte. Die weiteren Plätze gingen an Tim Gajser (SLO), Gautier Paulin (FRA) und dem besten MX2 Piloten Hunter Lawrence (AUS). Nach diesem Rennen führte Frankreich vor den Niederlanden und der Schweiz die Nationenwertung an. Im zweiten Lauf (MX2 und Open) sahen die Zuschauer den Kampf zwischen Romain Febvre (FRA) und Jeffrey Herlings (NED). Am Ende der Fahrzeit war es der Niederländer, der sich gegen den Franzosen durchsetzen konnte und das Rennen gewann. Platz drei ging an Zach Osborne vom Team USA. Die Nationenwertung führte weiterhin Frankreich vor den Niederlanden an, Platz drei belegte nach dem zweiten Durchgang Australien. Im letzten und entscheidenden Durchgang (MXGP und Open) war es nach einigen Positionswechseln erneut Max Anstie (GBR), der unter dem frenetischen Jubel seiner Landsleute ein wirklich spannendes Rennen knapp vor Jeffrey Herlings (NED) gewann. Platz 3 sicherte sich Romain Febvre (FRA), der einen kurzen Boxenstopp zum Brillenwechsel einlegte. In der Gesamtwertung der Nationen konnte Frankreich (G. Paulier, C. Charlier, R. Febvre) zum vierten Mal in Folge den obersten Podestrang einnehmen und wie in den Vorjahren wurde vom Team und den Fans lautstark die Marseillaise angestimmt. Die weiteren Plätze gingen an die Niederlande (G. Coldenhoff, B. Bogers, J. Herlings) und Großbritannien (M. Anstie, T. Searle, D. Wilson).

Für das deutsche Team mit Max Nagl, Henry Jacobi und Dennis Ullrich lief es weniger gut. Max Nagl verletzte sich im Qualifikationslauf der MXGP an der Hand und fiel somit bei den Wertungsläufen aus. Die beiden verbleibenden Fahrer schafften es, sich für das A-Finale zu qualifizieren. In den Wertungsläufen fuhr Henry Jacobi einen guten ersten Lauf und wurde 19. Im zweiten Lauf fiel er mit einem technischen Defekt vorzeitig aus. Dennis Ullrich startete in beiden Läufen gut ins Rennen, gab aber beide Läufe vorzeitig auf. Damit gab es für das deutsche Team nur ein zählbares Ergebnis und somit nur den 20. und letzten Platz.

Bilder Sonntag FIM MXoN Matterley Basin
Bilder Samstag FIM MXoN Matterley Basin
Bilder Freitag FIM MXoN Matterley Basin

PM: MXoN Team Germany

Team Germany mit viel Pech beim MXoN-Finale in England.

Winchester/England. Das diesjährige Motocross der Nationen war für das Team Germany ein Ereignis, auf das sich alle drei deutschen Top-Piloten seit Wochen gefreut hatten. Ein Ergebnis in den Top Ten erschien nicht nur Teamchef Wolfgang Thomas realistisch, auch die Teammitglieder Max Nagl (30), Dennis Ullrich (24) und Henry Jacobi (20) waren fest davon überzeugt, im englischen Winchester zu brillieren. Doch bereits am Samstag sollte alles ganz anders kommen, fiel Nagl durch einen Sturz im Qualifying der MXGP-Klasse für den Rest des Wochenendes aus. Ullrich und Jacobi erkämpften sich aber dennoch trotz dezimiertem Teamauftritt mit großartigen Ergebnissen einen Platz im A-Finale und sorgten durch ihre starke Performance für gute Stimmung unter den deutschen Fans.

Schließlich wurde jedoch der Rennsonntag für das Trio um Teamchef Thomas ebenfalls zur Herausforderung, konnte sich das Team Germany beim diesjährigen Nationencross nur auf dem 20. Rang positionieren. Sowohl Jacobi in der MX2-Klasse als auch Ullrich in der Kategorie MX Open mussten einige Rückschläge einstecken, die jedoch dem immer wieder einsetzenden Regen geschuldet waren. Der 20-jährige Thüringer beendete sein erstes Rennen der Klassen MX2 und MXGP zwar mit einem guten 19. Platz und machte als neunbester MX2-Fahrer neben leistungsstarken WM-Stars wie Hunter Lawrence oder Thomas Kjer Olsen auf sich aufmerksam. Im zweiten Lauf zusammen mit der MX Open-Klasse musste das Nachwuchstalent allerdings aufgrund eines Motorschadens vorzeitig aufgeben. „Ich bin schon sehr enttäuscht, weil wir gestern so sehr um dieses A-Finale gekämpft haben und wir hier heute einiges erreichen wollten. Das ist schon sehr frustrierend, wenn gerade bei so einem Highlight-Event viel schiefläuft“, resümierte Jacobi seine Performance.

Wenig später hatte Ullrich auf der schlammigen Hartboden-Strecke „Matterley Basin“ in beiden Läufen unerwartet Probleme mit seinen Brillen, sodass er trotz Brillen-Wechsel nicht ausreichend sehen konnte, um die Rennen zu Ende zu fahren. „Das Pech, das wir am Samstag bereits durch den Unfall von Max hatten, hat sich leider am Sonntag durch die schlechten Bedingungen für Henry und mich fortgesetzt. Eigentlich hatten beide Rennen für mich optimal angefangen, sodass ich mir deutlich mehr erhofft hatte und jetzt schon ziemlich niedergeschlagen nach Hause fahre“, meinte „Ulle“.

Teamchef Wolfgang Thomas fand zum Abschluss des MX of Nations 2017 in England dennoch viele positive Worte für seine deutsche Motocross-Nationalmannschaft. „Im Vergleich zu Italien im vergangenen Jahr haben wir uns hier mit nur zwei Fahrern direkt für den Rennsonntag qualifizieren können und dann noch als Vierzehnter. Das verdient meine volle Anerkennung. Mit den Ereignissen von heute sind wir natürlich nicht zufrieden, da beide Fahrer aufgrund von technischen Problemen lange nicht das zeigen konnten, womit sie bereits am Samstag überzeugt hatten“, berichtete der gebürtige Nordrhein-Westfale.

Mannschaftskapitän Nagl hatte sich übrigens bereits am Sonntagfrüh vom Team Germany verabschiedet. Der 30-Jährige wollte möglichst zeitnah wieder zurück in seine Wahl-Heimat Belgien kommen, da er dort direkt am Montag an der Hand operiert werden soll. Der MXGP-Pilot war am Samstag im Qualifying nach einer Kurve kurz vor einem Absprung gestürzt und hatte sich dabei das Kahnbein an der linken Hand gebrochen.

Insgesamt hatten an den drei Rennen am Sonntag 20 von ursprünglich 38 internationalen Teams teilgenommen. Das Finale konnte zum vierten Mal in Folge die französische Nationalmannschaft für sich entscheiden. Mit einem dritten Platz in Rennen eins, einem Rang zwei im zweiten Lauf sowie einer Position drei im dritten Rennen sammelte das Team France um MXGP-Pilot Gautier Paulin, MX2-Fahrer Christophe Charlier sowie MX Open-Athlet Romain Febvre erneut die wenigsten Punkte, um beim MXoN 2017 die Chamberlain Trophy überreicht zu bekommen. Als zweitbeste Mannschaft ließ sich das Team Netherlands um Glenn Coldenhoff (MXGP), Brian Bogers (MX2) und Jeffrey Herlings (MXGP) feiern, Dritter in der Teamwertung wurde erstmals wieder nach einer 20-jährigen Pause das Gastgeberland England um Max Anstie (MXGP), Tommy Searle (MX2) und Dean Wilson (MX Open).

Ergebnisse „Motocross of Nations 2017“ (Top Zehn):
1. Frankreich (Paulin/Charlier/Febvre), 20 Punkte
2. Niederlande (Coldenhoff/Bogers/Herlings), 31 Punkte
3. England (Anstie/Searle/Wilson), 32 Punkte
4. Belgien (Van Horebeek/Van Doninck/Strijbos), 53 Punkte
5. Schweiz (Tonus/Guillod/Seewer), 56 Punkte
6. Australien (Ferris/Lawrence/Gibbs), 58 Punkte
7. Italien (Cairoli/Cervellin/Lupino), 63 Punkte
8. Estland (Ratsep/Kullas/Leok), 84 Punkte
9. USA (Seely/Osborne/Covington), 85 Punkte
10. Schweden (Bengtsson/Östlund/Noren), 87 Punkte

Text: Nina Schröder / MXoN Team Germany

Bilder Sonntag FIM MXoN Matterley Basin
Bilder Samstag FIM MXoN Matterley Basin
Bilder Freitag FIM MXoN Matterley Basin

PM: MXoN Team Germany

 

Team Germany kämpft sich ins A-Finale beim MXoN 2017.

Winchester/England. Eigentlich hatte der Tag des Qualifyings für das Team Germany beim prestigeträchtigen Highlight-Event Motocross of Nations im englischen Winchester positiv begonnen. Die deutsche MX-Nationalmannschaft um MXGP-Pilot Max Nagl (30), MX Open-Fahrer Dennis Ullrich (24) und MX2-Athlet Henry Jacobi (20) zeigte sich nach der Auslosung der Startplätze deutlich erleichtert. Nachdem die deutsche Motocross-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr beim MXoN in Maggiora mit Startposition 35 gleich zu Beginn ziemlich viel Pech gehabt hatte, war das Trio mit Startplatz 16 in 2017 recht zufrieden. Somit starteten die drei deutschen Piloten extrem motiviert ins Freie Training auf der 1.640 Meter langen Hartboden-Strecke „Matterley Basin“, die sowohl Nagl als auch Ullrich und Jacobi im Vorfeld mehrfach als Favoriten-Track bezeichnet hatten.

Allerdings bekam das Team Germany direkt im Qualifying der MXGP-Klasse einen ziemlichen Dämpfer, stürzte Mannschaftskapitän Nagl nach der Hälfte der Zeit vor einem Absprung und brach sich dabei das linke Kahnbein. Somit musste der Oberbayer nicht nur das Qualifikationstraining abbrechen, für ihn war das Nationencross nach diesem Unfall komplett beendet. „Es ist einfach nur schade für das Team. Im Grunde genommen befinden wir uns dadurch ja nun in einer ähnlichen Situation wie im vergangenen Jahr in Maggiora, das ist wahrlich sehr frustrierend. Zumal ich hier in England ja schon mindestens sieben Mal gestartet bin und hier immer grandiose Ergebnisse einfahren konnte“, sagte Nagl, für den das Qualifikationstraining mit einem Holeshot zunächst hervorragend begonnen hatte.

Dafür verlief das Qualifying von Nachwuchstalent Jacobi in der MX2-Klasse umso erfreulicher, hatte der Thüringer nicht nur einen tollen Start, sondern konnte bis zum Schluss im vorderen Mittelfeld mitmischen. Als Gesamtzwölfter beendete der 20-Jährige seinen Heat mit einem soliden Ergebnis. „Ich bin schon etwas zu verhalten gefahren, kann aber insgesamt sehr zufrieden sein. Denn so ganz konnte ich die Nachricht, dass Max einen Unfall hatte, dann doch nicht ausblenden, weil das natürlich für mich bedeutet hat, dass ich auf gar keinen Fall einen großen Fehler machen darf. Daher bin ich wirklich erleichtert, dass ich hier heute einiges erreichen konnte“, meinte der Husqvarna-Pilot.

Ähnlich gut punkten konnte auch MX Open-Fahrer Ullrich, der mit seinem elften Gesamtrang ausreichend am Gashahn gedreht hatte, um das Team Germany ins A-Finale zu befördern. Denn am Tag des Qualifyings wird bei allen 38 teilnehmenden Teams das schlechteste Ergebnis gestrichen, was in diesem Fall das von Mannschaftskapitän Nagl war. Insgesamt erreichte die deutsche Motocross-Nationalmannschaft den 14. Platz und gehört damit zu den 19 Teams, die sich direkt für den Rennsonntag qualifizieren konnten. „Ich bin direkt schnell losgekommen und konnte mich auch relativ lange in den Top Ten halten. Weil ich nach dem Unfall von Max aber nicht mehr zu viel riskieren wollte und mir mein Mechaniker Robbie angezeigt hat, dass die Qualifikation mit dem elften Platz fürs A-Finale reicht, bin ich das Qualifying lieber entspannt zuende gefahren“, so „Ulle“, der bereits in den vergangenen fünf Jahren beim MXoN stets eine starke Performance gezeigt hatte.

Am Sonntag starten Jacobi und Ullrich dann zunächst ab 9.50 Uhr ins Warm-Up, bevor es ab 13.10 Uhr mit den ersten Wertungsläufen in den Klassen MXGP und MX2 losgeht. Ulle ist ab 14.40 Uhr das erste Mal gefragt, im Anschluss muss direkt sein jüngerer Teamkollege noch mal auf sein MX2-Bike. Ab 16.08 Uhr finden schließlich die weiteren Rennen in den Klassen MX Open und MXGP statt. Ähnlich wie beim Qualifying gibt es auch bei der Addition der Resultate am Rennsonntag wieder ein Streichergebnis. Das Team mit der niedrigsten Punktzahl, das sich am weitesten vorne in der Wertungstabelle platzieren kann, gewinnt.

Obwohl durch die dezimierte Anzahl der Team Germany-Piloten schon jetzt ein Top Ten-Ergebnis auszuschließen ist, haben die deutschen Fahrer durch ihren starken Siegeswillen und ihre langjährige Hartboden-Expertise noch immer die Chance auf herausragende Einzelresultate. Ein Ersatzfahrer hätte laut MXoN-Reglement nur noch bis Freitag zur technischen Abnahme benannt werden dürfen. „Natürlich ist die Verletzungsmisere von Max für uns ein Schock, aber wir haben schon heute bewiesen, dass wir uns dadurch nicht unterkriegen lassen und daher bin ich sehr guter Hoffnung für den Rennsonntag, dass Ulle und Henry dann erneut glänzen. Wir sind nach England gekommen, um zu fighten und genau das werden die Jungs morgen machen“, ergänzte Teamchef Wolfgang Thomas.

Text: Nina Schröder / MXoN Team Germany

Bilder Samstag FIM MXoN Matterley Basin
Bilder Freitag FIM MXoN Matterley Basin

PM: MXoN Team Germany

 

MXoN 2017: Team Germany freut sich auf „Meet & Greet“ mit zahlreichen Fans.

Winchester/England. Es ist soweit, das Motocross der Nationen 2017 beginnt. Zum Highlight-Event des Jahres reisen insgesamt 39 Teams aus aller Welt ins südenglische Winchester, um auf dem 1.640 Meter langen Hartboden-Track „Matterley Basin“ um die begehrte Chamberlain Trophy zu kämpfen. Mit einem Top-Zehn-Ergebnis als Ziel ist das Team Germany nach England gekommen, im Jahr 2012 konnten das deutsche Trio als Motocross-Mannschafts-Weltmeister glänzen und seither immer wieder beeindruckende Top Ten-Platzierungen einfahren. Einfach wird die Aufgabe in England allerdings für keines der Teams, erneut vorne mitzumischen, stellt bereits die Ankunft viele Mannschaften vor eine große Herausforderung. Starke Regenfälle in den vergangenen Nächten und immer wieder einsetzende Schauer am Tag sorgen schon jetzt auf dem Motocross-Gelände in der Grafschaft Hampshire für schwierige Verhältnisse.

Die schlammigen Bodenverhältnisse beinträchtigen auch den Einzug von Teamchef Wolfgang Thomas und Mannschaftskapitän Max Nagl (30) in das Fahrerlager, Nagl nimmt es gelassen: „Das ist schon alles ein ziemliches Durcheinander hier, aber da kann ja keiner wirklich was dafür, wenn die Witterung hier so einen Strich durch die Rechnung macht. Wir machen jetzt einfach das Beste draus“, so der Oberbayer. Henry Jacobi (20) war am Freitagfrüh in London gelandet, zusammen mit seinen Eltern reiste der MX2-Pilot am Nachmittag in Winchester an. MX Open-Fahrer Dennis Ullrich (24) hatte sich zusammen mit seinen Mechanikern Robbie und Gerrit am Donnerstagabend mit einem Sprinter auf den Weg gemacht. Die Drei nahmen die Fähre von Calais nach Dover und checkten noch spät am Abend im Hotel ein. Der bisherige Eindruck von „Ulle“: „Ist ziemlich kalt und nass“, lacht der Kämpfelbacher, fügt aber noch hinzu: „Wir machen jetzt gleich erstmal mit unserem Cheftrainer Marcus Schiffer einen sogenannten Track Walk und gucken uns die Gegebenheiten vor Ort genau an. Als ich 2016 zuletzt hier bei einem WM-Lauf war, hat mir das alles sehr gut gefallen.“

Nach dem Einzug in das Fahrerlager freut sich das Team Germany nun auf den Rest des Rennwochenendes, stehen bereits am Freitag einige wichtige Termine an, denen die deutsche MX-Nationalmannschaft schon jetzt mit Spannung entgegenfiebert. Um 18 Uhr werden zunächst alle teilnehmenden Teams vorgestellt, zwei Stunden später erwarten Nagl, Ullrich und Jacobi am Truck des Team Germany zahlreiche Fans zum „Meet & Greet“. Bei Freigetränken werden dabei kleine Goodies und Give-aways der Mannschaft verteilt. „Es haben sich bereits im Vorfeld viele Jungs und Mädels angekündigt, dass sie das Team Germany vor Ort fleißig unterstützen werden. Das ist beeindruckend, zumal die Wetterbedingungen ja nicht nur uns, sondern auch den Fans einiges an Durchhaltevermögen abverlangen“, stellt Teamchef Thomas fest.

Die schlammigen Bedingungen könnten den Team Germany-Jungs allerdings in die Hände spielen, sind sie nicht nur Hartboden-Spezialisten, sondern auch echte Könner, wenn es um eine MX-Performance unter schwierigen Voraussetzungen geht. „Matterley Basin“ liegt zudem in einem Kessel, sodass die Rennen von den Besuchern wie in einem Stadion verfolgt werden können. „Das schafft eine ganz besondere Atmosphäre, ganz gleich ob es regnet oder nicht“, meint der 20-jährige Jacobi, der auf diesem Rundkurs ebenfalls schon diverse Male an den Start gerollt ist. Am Samstag gilt es nun zunächst einmal Glück bei der Auslosung für die Startplätze zu haben.

Text: Nina Schröder / MXoN Team Germany

Bilder Freitag FIM MXoN Matterley Basin

PM: Nico Koch

Bild 2Saisonfinale ADAC MX Masters Holzgerlingen.

Am letzten Rennwochenende in der ADAC MX Masters Saison, ging es vor ca.11000 Zuschauern, auf die Motocross Traditionsstrecke in das Baden-Württembergische Holzgerlingen. In der Meisterschaft auf Platz 11 liegend sollte nun der nächste Schritt folgen. „Hoch motiviert bin ich nach Holzgerlingen angereist. Die Strecke gefiel mir und ich wollte noch unbedingt in die Top 10 der Meisterschaft.“ so das junge Talent aus Braunschweig.

Am Samstag schienen die Top 10 noch in greifbarer Nähe. Das Qualifying begann zwar eher verhalten, jedoch konnte sich Nico während eine Unterbrechung (ein Fahrer aus der Meisterschaft stürzte schwer) noch einmal auf eine schnelle Runde fokussieren. Und so hieß es am Ende Platz 6 in seiner Gruppe und Startplatz 12 in den Rennen am Sonntag. Die Weichen waren also gestellt und die Aussicht auf eine gute Platzierung konnten für den Fahrer des Teams Team „KTM Theiner Kyffindoor- MX ADAC NDS/SAe.V. nicht besser sein.

Der Start in das 1. Rennen am Sonntag verlief ebenfalls nach Plan. Nico kam als 12ter aus der ersten Runde und konnte sich in den kommenden Runden auf Platz 10 vorkämpfen. Doch leider stürzte Nico in einer engen Kurve und verlor viele Plätze. Am Ende hieß es dann leider nur Platz 21.

Mit viel Wut im Bauch wollte der talentierte Fahrer aus Braunschweig nun im 2. Lauf die nötigen Punkte holen. Ein nicht optimaler Start führte zu Platz 20 nach der ersten Runde. Dass Nico ein Fighter ist zeigten die nächsten Runden. So kämpfte er sich bereits nach der 3ten Runde auf Platz 17 vor. Leider war Nico wieder vom Pech verfolgt, als ein weiterer Fahrer in Ihn hineinfuhr und beide zu Boden gehen mussten. Von Platz 28 konnte sich Nico jedoch noch auf Platz 19 vorkämpfen. Am Ende des Renntages hieß es daher Gesamtrang 23 und Platz 13 (punktgleich mit Platz 12) in der Meisterschaft.

„In der Meisterschaft, finishte ich auf Platz 13 was ein mega – geiles Ergebnis im Jahr 2017 für mich ist aber ich wusste das noch mehr drin gewesen wäre. Dennoch bin ich mit meiner Saison überglücklich und habe mein Ziel die Top 20 erreicht. Ich bedanke mich bei allen meinen Sponsoren und Unterstützern ohne die das niemals möglich gewesen wäre!“ resümierte das 18-jährige Talent aus Braunschweig die zurückliegende Saison.

Nach der Saison heißt vor der Saison und so geht es ohne Unterbrechung in die Vorbereitung auf die anstehende Supercross Saison. Ab der kommenden Woche bereitet sich Nico bereits auf das erste SX Rennen dieser Saison, am 4./5.11.2017 im holländischen Zuidbroek vor.

Text: Steffen Klingenberg
Bild: Sandra Raditsch